Tag: Toto

PlattenkritikenPressfrisch

ROBERT REED – Sanctuary III

2018 (Tighermoth/Just For Kicks Music) – Stil: Prog Rock


Obwohl sich Robert Reed über die Jahrzehnte hinweg in den verschiedensten Gruppen ausleben konnte (von CYAN, THE FYREWORKS, MAGENTA bis KOMPENDIUM), offenbarte er erstmals mit dem 2014er Solo-Werk ´Sanctuary´ unverkennbar seine Liebe zu Mike Oldfield. Der große Zuspruch ließ ihn an einer weiteren Fortsetzung und Variationen aus dem Themenbereich werkeln. Doch mit dem dritten Album dieser Reihe, ordnungsgemäß ´Sanctuary III´ betitelt, übertrifft er alle Erwartung, die bei solcherlei Werken, bei denen die Inspirationen offen zur Schau getragen werden, in der Regel nicht allzu hoch angesiedelt sind. Letztlich geht Robert Reed auf´s Ganze. Er arbeitete für dieses Drittwerk durchgehend mit ‘Tubular Bells’-Produzent Tom Newman zusammen, konnte Simon Philips (Mike Oldfield, TOTO) am Schlagzeug, Les Penning (bei Mike Oldfields ´Ommadawn´ anwesend) sowie Simon Heyworth (bei ‘Tubular Bells’ nicht nur als Produzent zugegen) für die Aufnahmen einbestellen.

Selbst wenn der eingefleischte Mike Oldfield-Hörer beim Lauschen dieser zweiteiligen Suite auf über 42 Minuten immerfort an die Jahre 1973 bis 1975, an ´Tubular Bells´ und vornehmlich ´Hergest Ridge´ und ´Ommadawn´ denken mag, ist die Musik zwar nicht einmalig, aber außergewöhnlich kraft- und wundervoll. In einem Fluss wechseln sich die Themenbereiche ab und gewähren wohllautend singenden Gitarren Einlass. Unzählige Instrumente dürfen hereinspazieren, vom Konzertflügel, Glockenspiel, Marimba und Gong, bis hin zu den berühmten Röhrenglocken. Aber das Entscheidende: Bei dieser abgelieferten Performance sowie aufsehenerregenden Qualität ist eine Verdammnis aufgrund nicht besonders hoher Eigenständigkeitswerte müßig, lebt der Progressive Rock seit Jahrzehnten überwiegend vom Rückblick in die musikalischen Geschichtsbücher. ´Sanctuary III´ ist ein Feuerwerk an Einfällen und traumhaften Illusionen.

Der zweite Silberling des aufklappbaren Digipaks beinhaltet eine Reihe von Remixen einzelner Albumsektionen und einen vollständigen Mix durch Meister Tom Newman. Für die Feinschmecker gibt es auf der beigelegten DVD obendrein einen Robert Reed-5.1-DTS-Surround-Mix zu beklatschen. So werden Träume wahr. Sollten hier noch weitere Wünsche offen sein?

(8,5 Punkte)

14Mai
PlattenkritikenPressfrisch

DRY RIVER – 2038

2018 (Rock Estatal Records) – Stil: Melodic Rock / Progrock DRY RIVER können alles, spielen zwischen Leichtfuß- und Monumental-Rock willenlos ausschweifend auf – und sind die Entdeckung des...

24Nov
Lesen & SchwelgenVergessene Juwelen

PRISM – Beat Street

(Capitol 1983) Vancouver, Kanada in den 70ern. Ein gewisser Bruce Fairbairn gründet zusammen mit einem Jim Vallance und anderen Mitstreitern PRISM, eine Band, die trotz für die damalige Zeit eher...