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PlattenkritikenPressfrisch

OLD MAN WIZARD – Blame It All On Sorcery

2018 (Old Man Wizard) – Stil: Classic Epic Rock / Metal


WOW. Werte GHOST-Jünger. Ihr haltet es nicht mehr bis zum ersten Juni aus und wollt auch mal zu epischen Klängen mit reiferen Frauen kuscheln, die neben BLUE ÖYSTER CULT auf JETHRO TULL, MOODY BLUES, Uralt-BARCLAY JAMES HARVEST oder CAMEL stehen? Dann hilft euch möglicherweise folgende Anekdote:

„Malt mal ein Bild zur Hexenverbrennung“ könnte es in der Kindergrippe zu Salem einst geheißen haben. Danach hatte das alternative ‚Night On Bröcken‘-Scheiterhaufencover knapp gegen dieses Meisterwerk unschuldiger Kinderopferhände deutlich verloren. Doch was hier musikalisch geboten wird, ist schon ausgewachsene Magie.

Sehr schwierig auf den Punkt zu bringen, was noch Pate gestanden hat, neben den gleichen Urvätern, die schon die schwedischen Geistigen aus der Taufe gehoben haben. Auch die Seventies-Amme von OPETH scheint hin und wieder dem kleinen Zauberlehrling das Fläschlein gegeben zu haben. Zu vielschichtig stellt sich die Musik der drei Südkalifornier auf ihrem zweiten Output nach 2013 dar, um nur als GHOST-light ihr Dasein zu fristen.

Nach der Spiel-mir-das-Lied-vom-Western-Introhommage verzaubert mich sogleich ein epischer BARCLAY JAMES HARVEST-Ursuppenhit namens ‚Sorcerer‘, der coole Chöre beinhaltet und sich zum Bombasthammer entwickelt. ‚Never Leave‘ bietet eine Verschnaufpause mit fast folkigen Akkustikgitarren und genialem Versatzgesang, ‚Innocent Hands‘ prügelt überraschend hart los und besticht mit progressiver Rhythmik, gefolgt von der eruptiven Rocknummer ‚Last Ride Of The Ancients‘ mit dem schönsten QUEEN-Solo, welches ich in den letzten Jahren gehört habe. Nummer Neun und das abschließende ‚The Long-Nosed Wiseman‘ verwöhnen die OPETH-Fraktion mit gefühlvoller, erhabenst-düsterer Heavy-Reflektion (die ruhigen Teile reichen sogar an die getragenen Stücke von KING CRIMSONs Erstling heran) inklusive einem überragenden Instrumentaloverkill.

Aus. Mein Mund steht immer noch sperrangelweit offen ob dieser unerwarteten Offenbarung. Tja…und das Albumcover muss man eben doch in der Sammlung haben – nicht nur, wenn man ein Sammler obskuren US Metal ist. Vinyl folgt.

9 magische Punkte mit Tendenz nach oben

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