Tag: Dream Theater

PlattenkritikenPressfrisch

DRY RIVER – 2038

2018 (Rock Estatal Records) – Stil: Melodic Rock / Progrock


DRY RIVER können alles, spielen zwischen Leichtfuß- und Monumental-Rock willenlos ausschweifend auf – und sind die Entdeckung des melodieverliebten Fetischisten außergewöhnlicher Stimmungstänze. Natürlich singen sie in Spanisch, selbstverständlich. Dazu wechseln sich flirrende Keyboards und abgefahrene Gitarrenläufe im Takt ab, befördern SUPERTRAMP und TOTO sowie eine moderne Variante Progmetal aus der tiefen Erinnerung hervor (´Perder el Norte´). Immer wieder schauen QUEEN vorbei, winkt die Crew um Freddie vom weißen Wölkchen herunter. Gerne direkt aus den 1980er heraus (´Al Otro Lado´). Bombastische Balladen (´Me Va a Faltar el Aire´), in denen Sänger Ángel Belinchón und die Gitarristen Carlos Álvarez und Matías Orero ihre Klasse beweisen, passen ebenso in das Bild wie leichte Nummern des Filigran-Rock (´Me Pone a Cien´). Wäre nicht die Klasse der Musikusse zu verzeichnen, würde dagegen bisweilen die Schlichtheit (´Con la Música a Otra Parte´) im Poprock landen. Die Musik ist gleichwohl viel zu ausgefallen und außergewöhnlich für Classic Rock. Die Tastenläufe sind klassisch geprägt und sprechen obendrein das Metier von ROYAL HUNT (´Fundido a Negro´), ferner dramatisch mit Geigen und tiefgreifender Melodie (´Camino´), und – gar hitverdächtig – von ROUGH SILK an (´Rómpelo´). Erstere Komposition zwischen Neo-Klassik der RAINBOW-Gattung und ELEGY mit Ian Parry, letztere bluesig und mit Spaß zwischen den Saiten, gerne aus den Griffeln Eddie Van Halens. Dabei integrieren sie zeitweise unbemerkt Funk, Jazz, Soul und Tango in das Beinkleid. Für den Fan-Club von MR. BIG und EXTREME steht unverhofft eine Komposition bereit (´Cautivos´). Nochmals werden im zehnminütigen Wechselbad der Schritte, mit einigem operettenhaften Bombast, die Ausdruckstänze geübt (´Peán´). Die Epigonen MOZART, Valentine, PHANTOM´S OPERA sowie JONO schnalzen bei den spanischen Teufelskerlen aus der Region Valencia sowieso unentwegt mit der Zunge.

(Big 8 Points)

http://www.dry-river.com/

 

 

09Mai
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HEKZ – Invicta

2018 (BMH Audio/Just For Kicks) – Stil: Hardrock / Progmetal Es ist bisweilen äußerst wohltuend, wenn sich ein Werk nicht auf eine definitive Stilistik festlegen mag. Die Briten HEKZ schwenken auf...

20Nov
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SUPERSCREAM – The Engine Cries

2017 (Independent) – Stil: Prog Metal Let me hear you scream. I don´t hear your screams, folks. Wait, den Superscream liefern doch die Franzosen SUPERSCREAM, die zwar eine verblüffende, aber nicht...

16Nov
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MY SOLILOQUY – Engines Of Gravity

2017 (Rare Artist Records/Just For Kicks Music) – Stil: Progressive Metal „Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten erstiegen“, sprach einst...

24Okt
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PÁRODOS – Catharsis

 2017 (Inverse Records) – Stil: Blackened Progressive Metal Das Laub hat schon kräftig Farbe angenommen, die Tage werden kürzer, dunkler und öfter mal auch ungemütlich nasskalt, eine stillere...