FiletstückeMeilensteine

Filetstück des Tages

QUEENSRŸCHE – Rage For Order (1986)


Schwebendes Riffing, ein treibender Rhythmus, fantastische zweistimmige Soli, trocken-kraftvolle Percussiondrums, Göttermelodien, stimmungsvolle Akustikgitarren und innovative Keyboardsounds, die zu keinster Zeit irgendwas zerzuckerten.

Und dann diese Stimme aus einer perfekteren Galaxis, die aus diesen fetten Chören heraustrat. Es gab damals in meiner Welt dieser Oberklasse nur noch Geoff.

Und dann diese Dramatik. Ohne Schmalz, ohne Kitsch. Gemälde von unterkühlten Gefühlen in einer Maschinenwelt. Mensch, Maschine, Kampf, Dialog, Verzweiflung, Resignation. No Future.

Und dann ‚The Whisper‘. Gänsehaut. Wieder diese nie zuvor gehörte Rhythmik, die ein fast sexuelles Spiel mit diesen unglaublichen Gitarrenläufen vollzog. Wunderschön und doch brutal. Hypnotisch-fetter Beat, ein Sound, der dir auf überirdische Weise das Gehirn auffrisst.

Und dann diese Effekte, die aus meinem Kopfhörer einen Brainfucker machten, während die Texte ein Deja Vu von meinem eigenen Leben in einer anderen Dimension hervorriefen.

Und dann diese übernatürlichen Wesen auf dem Cover. Kunstvoll in schwarz/weiss für die Ewigkeit gebannt. Nicht einfach eine Art ‚New Waver‘ des Metal…oder doch?

Auf jeden Fall hatte mich die Welle erfasst und ich wollte in dieser fremden und doch sofort vertrauten Musik ertrinken. Ich wusste genau, dass die ‚Killing Words‘ nur mir galten.

Macht nichts, wenn dieses Werk keiner so verstanden hat, wie davor und danach…es wurde exklusiv für mich persönlich ersonnen. Ich war QUEENSRŸCHE. Mein Leben war Rage For Order.

I will remember.