PlattenkritikenPressfrisch

DAMNATION’S HAMMER – Unseen Planets, Deadly Spheres

~ 2019 (Massacre Records) – Stil: Heavy Doom ~


Mein Lieber Herr Gesangverein, was ein Kantholz! Das Wort Brett ist hier nicht ausreichend, um diesen ersten Eindruck zu beschreiben. Ziemlich brutale Riffs treffen auf klaren Gesang. Die britische Band DAMNATION’S HAMMER legt somit ihr zweites Album vor, welches dem Avantgarde Metal der 80er Tribut zollen will.

Sänger Tim Preston klingt stimmlich nahe an Paul Di’Anno, leider kann er das nicht nutzen. Au Contraire, er reitet lange Passagen auf nur einem Ton. Die Folge ist eine latente Monotonie. Stücke, wie ´Entrance To The Final Chamber´ sind deshalb einfach zu ausufernd. Andere Songs, beispielsweise ´Temple Of The Descending Gods´ oder ´Deathcraft´, wirken einfach nur austauschbar. Wird eine Komposition angespielt wird, weiß der Hörer selten, welcher Song ihn gerade beschallt.

Einigermaßen Abwechslung bringen immerhin die äußerst schlichten, atmosphärischen Ambient-Passagen, wie die Soundlandschaft des Intros ´The Hex III´ oder in ´Wolves Of Aquarius´. Einzig ´Hammer Of War´ hat durch einen tollen Refrain und die Beschleunigung des Tempos eine Chance, länger nachzuwirken. Eher ist es so, dass einige gute Riffs aus der BLACK SABBATH-Schule und Passagen, die fast schon Death Metal sein wollen, vor lauter Langeweile kaum auffallen.

Vielleicht gibt es noch den einen oder anderen Fan, dem die Klänge aus Nostalgie an die großen Zeiten des Death-Doom heiß-kalt reinlaufen.

(6,5 Punkte)


(VÖ: 22.2.2019)