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STREET KOMPASS Dezember 2018

Liebe Geschmacksintensivtäter,

direkt nach den frommen Feiertagen präsentieren wir Euch nochmals, kurz vor dem Jahresendabsturz, unseren STREET KOMPASS des Monats Dezember 2018!

Knackig war die Gans gehalten, kurz der Verdauungsspaziergang – ebenso verhält es sich auch mit unserer Plattenauswahl, die wir Euch wie immer an dieser Stelle kurz & knackig präsentieren, um diese kleinen Schätze niemandem vorzuenthalten. 

Darauf zwei Kurze.

Den ganzen Rest, der es merklich in sich hat, sprich alle Reviews, Liveberichte, etc. dieses Monats, könnt Ihr wie zuvor in der Liste ganz am Schluss per Klick ansteuern. Und jetzt nochmal: Vorhang auf für unsere Platte des Monats!

 

 

M o n a t s h e r r l i c h k e i t

 

„… And As We Have Seen The Storm, We Have Embraced The Eye“ von CHAPEL OF DISEASE

 


Q u i c k – R e v i e w s


THE ALGORITHM – Compiler Optimizer Techniques
2018 (Independent) – Stil: Elektronik

Wie so oft im Elektronik-Bereich steht hinter THE ALGORITHM nur eine Person. In diesem Falle der in Köln lebende Franzose Rémi Gallego, der seit der Auflösung seiner Metal-Combo DYING BREATH seine Musik selbstproduziert. Sie erreicht durch Live-Auftritte und Projekte auch die Hörergruppen von DILLINGER ESCAPE PLAN, TEXTURES oder TESSERACT, bewegt sich doch seine Electronica im IDM und instrumentalen Progressive Metal.

Sein viertes Album erzählt die Geschichte seiner musikalischen Entwicklung, um den aufgeschlossenen Geist wachsen zu lassen. Die annähernd zwölfminütige Eröffnungskaskade ´Cluster´ ist gnadenloser IDM im Verbund mit Shredder-Gitarren, prog-metallischen Melodielinien und hektisch-technoider Gesinnung. Einige sehen darin sogar Synth-gesteuerten Death Metal. ´Fragmentation´ lässt die Moleküle im Sinne der klassischen Seventies-Vorbilder vorzüglich treiben, ehe ´Superscalar´wieder den Überschallflieger im Atari-Universum nutzt, und erneut melodischen Death ins Spiel bringt. Kurz vor dem Ende reißt ´Binary Space´ zwischendurch die Tür zur Techno-Party auf, um sie ebenso wieder im High-Speed zu schließen. Alles lange Ausflüge, die ´Sentinel Node´ in seinen neun Minuten zum Abschluss bringt.

(8 Punkte – Michael Haifl)


MATTHIAS EGGERSDÖRFER – Ein Ding der Unmöglichkeit
2018 (Beste! Unterhaltung) – Stil: Comedy

And Now for Something Completely Different: Der 49-jährige Matthias Egersdörfer „wurde regulär eingeschult, lernte Lesen, Schreiben und Basteln“, studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie. Letztlich wurde er „Kabarettist und Comedian mit Meldeadresse im mittelfränkischen Fürth“. Er ist bekannt aus Film („Franken Tatort“), Funk und Fernsehen (u. a. „Die Anstalt“, „Quatsch Comedy Club“).

Sein allerneuestes Programm beginnt mit den Sektionen „Kaffee“ und „Ehepaar“: „Kaum hatte ich zu Ende gedacht, streckte ich im Zimmer die Arme zum Himmel, schaute leicht konsterniert und rief laut: ´Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.´ Meine Frau, die auf dem Sofa saß und gerade in den Fernseher schaute, in dem ein älterer Mann den Wert einer Kaffeekanne feststellen wollte, drehte sie sich zu mir um und sagte: ´Genau diese Worte denke ich mir gelegentlich, wenn ich dich ansehe´. Es endet mit „Kassette“ und „Geiger“. Es ist immer wieder faszinierend und immer wieder abstoßend zugleich. Es ist eine Auseinandersetzung mit den Gefühlen des Zeitgeistes, erbarmungslos und rücksichtlos geradeheraus. Aufgenommen am 16. November 2017 im Kabarett Theater die Wühlmäuse in Berlin.

(ohne Wertung – Michael Haifl)


FIDO PLAYS ZAPPA – Atlantis And Elsewhere
2018 (Sireena Records) – Stil: Jazz / Rock

Der Titel ´Atlantis And Elsewhere´ drückt die Auftrittsorte von FIDO PLAYS ZAPPA aus, an denen dieses Live-Zeugnis aufgenommen wurde. Am 1. Dezember 2017 im Atlantis in Basel, aber auch in Berlin, Bremen, Hamburg, Hildburghausen, Magdeburg, Würzburg und im Yard Club Köln am 3. März 2017.

FIDO PLAYS ZAPPA sind keine gewöhnliche Tribute-Band, sondern ein Gruppenverband hochbegabter Musiker, denen nicht allein der Spaß an der Musik die Ohren für die Musik von Frank Zappa geöffnet hat.

Zwar spielen mit THE GRANDMOTHERS OF INVENTION noch drei ehemalige Bandmitglieder von Frank Zappas Urformation THE MOTHERS OF INVENTION diese einzigartige Musik, hält aber das Schweizer Orchester seit zwölf Jahren nicht ab, sich dem ganzen Dreiviertel-Jahrhundert an Zappa-Musik zu widmen – mit einem irrsinnig großen Vergnügen.

Nach fünf Tonveröffentlichungen steht aktuell vorliegendes Doppel-Album an, herausgeschnitten aus 40 Stunden Live-Material. Kompositionen aus dreizehn Frank Zappa-Werken werden nicht immer originalgetreu, aber mit Humor und Klasse aus Alben wie ´We’re Only In It For The Money´, ´Absolutely Free´, Grand Wazoo´, ´Apostrophe´, ´One Size Fits All´ oder ´Sheik Yerbouty´ dargeboten.

(Exzellent – Michael Haifl)


FUTURE USSES – The Existential Haunting
2018 (Pelagic Records/Cargo Records) – Stil: Post Rock

Die Kalifornier FUTURE USSES generieren einen wackeren Post Rock, der sich auf ´The Existential Haunting´ den gewöhnlichen Standardabläufen hingibt. Einzig die eingebundenen Stilmittel von Field Recordings geben den Kompositionen einen Widerhall aus der Natur. Denn das Album ist mehr eine Landschaftsbegehung als ein nächtlicher Ritt auf vier qualmenden Reifen durch ihre Heimatstadt Los Angeles, angeführt von INTRONAUT-Frontmann Sacha Dunable an der Gitarre. Doch auch die Dunkelheit wird auf diesem Debüt verarbeitet, so dass sich allerlei Hörer zwischen RUSSIAN CIRCLES und SIGUR ROS, zwischen SLEEP und EARTH angesprochen fühlen sollen.

(6,5 – Michael Haifl)

 


HELL AND HIGH WATER –  Neon Globe
2018 (Barhill Records/Cargo Records) – Stil: Alternative Rock

Die Hamburger HELL AND HIGH WATER können mit mehreren, ihnen inne wohnenden Eigenschaften punkten: ein versierter Sänger namens Matthias Schwettmann, der sich zwischen Eighties- und Nineties-Pop wohlfühlt, äußerst interessante lyrische Darbietungen und natürlich eine exquisite Gitarrenarbeit.

Auf ´Neon Globe´ findet der Stoner Rock ebenso wie der Britpop sein neues Zuhause. QUEENS OF THE STONE AGE oder MUSE, Alternative Rock, Indie, Noise Rock oder US Powerpop – alles enthalten.

Dem Trio fehlen nach einer Eigenproduktion und diesem Longplayer-Debüt nur noch die ganz großen Melodien – für sich und für uns – zum Wohle aller.

(7 Punkte – Michael Haifl)


HILLSPHERE – Florescence
2018 (Layered Reality Productions) – Stil: Postrock / Artrock

Die Niederländer HILLSPHERE kredenzen auf ´Florescence´ ein Konzeptalbum in den musikalischen Sparten des Postrock und Artrock. Natürlich darf bei einem Debütalbum nicht sofort ein Meisterwerk erwartet werden.

Das Konzept umschreibt den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenendasein – und behandelt Wut, Angst, Krankheit, Freude, Erregung und Liebe. Dabei bauen HILLSPHERE ihre Songs liebend gerne stetig auf und erklimmen sogar dann und wann die Stufen zum Prog Metal.

Mit PAIN OF SALVATION, VANDEN PLAS und SOUL SECRET stand das Quintett immerhin bereits auf der Bühne. Für Progmetaller sind HILLSPHERE aber vielleicht zu post-rockend, für Postrocker womöglich zu metallisch.

(7 Punkte – Michael Haifl)


HOUND – Settle Your Scores
2018 (Metalville / Rough Trade) – Stil: Rock

Die Hildesheimer und Hannoveraner Gemeinschaft HOUND sind ein gefundenes Fressen, ein liebevoller Knochen zum Abnagen, für alle altgedienten Hardrocker mit Vorliebe für URIAH HEEP oder DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN oder DOORS, denn die Hammondorgel steht bei der Besetzung unbedingt im Vordergrund.

Jonas Gehlens Tastenklänge riechen förmlich nach URIAH HEEP und DEEP PURPLE. Nando Grujics Gitarrenkünste zeigen sich derweil auch im Kampf mit den Tasten in Hochform, während die klare und eigensinnige Stimme von Wanja Neite, die dezent in Richtung Lenny Wolf tendiert, als die besondere Marke des Quintetts heraussticht. Catchy Songs, gute Songs. Mehr können wir uns nach zwei EPs in Eigenregie auf einem Debüt einer aufstrebenden Combo nicht erträumen.

(7 Punkte – Michael Haifl)


PLANET OF ZEUS – Live In Athens
2018 (Ihaveadrum Records/ VEA Music) – Stil: Southern- / Groove- / Stoner- / Heavy Rock

Das griechische Quartett gehört zweifelsohne zu den potentesten Bands der dortigen Szene, die aber auch international viel Beachtung findet. Ihre Alben sind feine Statements in Sachen Groove sowie Melodien. Nach vier Studioalben liefert man nun ein beeindruckendes Livealbum ab, das all die Stärken der Griechen konzentriert aufzeigt. Das Album zeigt zudem deutlich auf, dass die Band eine absolute Vormachtstellung in der griechischen Szene genießt. Der Sound ist äußerst transparent, sehr ausgewogen, die Stimmung phänomenal. Ein vorbildliches Livealbum, das kaum Wünsche offen lässt, außer dass es auch auf Vinyl kommen könnte. Fetter Groove/Stoner Metal zwischen BEGGARS, CLUTCH, MASTODON und KAMCHATKA.

(7,5 Punkte – Jürgen Tschamler)


RAVEN – Screaming Murder Death From Above: Live In Aalborg
2019 (SPV/Steamhammer) – Stil: Heavy Metal

RAVEN vorzustellen erübrigt sich wohl. Das britische Trio ist seit Ende der Siebziger Bestandteil der Heavy Metal-Szene und kann einige Klassiker vorweisen. Gleich zu Beginn des neuen Jahres 2019 veröffentlicht das Trio ein weiteres Livealbum. Der elf Songs umfassende Gig wirkt äußerst authentisch und wurde Ende 2017 in Aalborg mit Drummer-Neuzugang Mike Heller (FEAR FACTORY, MALIGNANCY) eingehämmert. Elf Songs ist nicht viel angesichts der Menge an RAVEN-Klassikern, so muss man auf einige verzichten. Die Vinyl-Version kann man nur empfehlen. Schöne, großzügige Aufmachung, tolle Livebilder. Zudem enthält die Vinyl-Version, wie alle SPV-Vinylveröffentlichungen, die CD als Bonus. Blöd ist nur, dass man nach drei Songs jedes Mal an den Plattenspieler laufen und die Platte drehen muss.

(7 Punkte – Jürgen Tschamler)


REVERENCE – Vengeance Is…Live
2018 (ROAR! Rock Of Angels Records) – Stil: Power/Heavy Metal

Hinter REVERENCE steckt geballte Metal-Man-Power: Byran Holland (ex-TOKYO BLADE), Steve `Doc Killdrums` Wacholz (ex-SAVATAGE, CRIMSON GLORY), Paul Kleff (ex-METAL CHURCH, FIREWOLFE), Scott Oliva (ex-WIND WRAITH, INNER STRENGTH) sowie Russ Pzutto (DEE SNIDER). Nach mittlerweile zwei Studioalben und einer EP kommt man zu der Entscheidung, ein Livealbum zu veröffentlichen. REVERENCE bieten knackigen US Metal mit messerscharfen Riffs und einem dementsprechenden Gesang. Das Album liefert einen gelungenen Überblick über das bisherige Schaffen der kleinen All-Star-Truppe inkl. zweier Coverversionen von IRON MAIDEN (´Wasted Years´) und SAVATAGE (´Power Of The Night´). Das Album zeigt eine Band, die weiß wie Power Metal zu klingen hat und liefert kompromisslos. Klasse Sound, beeindruckender Livemitschnitt, starkes Artwork. Da gibt es nix zu bemängeln. Fist held high für dieses Album. Für Fans von SAVATAGE, METAL CHURCH, PRIMAL FEAR, etc.

(8 Punkte – Jürgen Tschamler)


RISING – Sword And Scythe
2018 (Indisciplinarian) – Stil: Epic / Heavy Metal

Das Kopenhagener Quintett war bisher eher in der Epic Metal-Ecke zu sehen. Mit ihrem neuen Longplayer haben sie zwar ihre Einflüsse nicht aufgegeben, aber den Sound tiefergehend mit Psychedelic- sowie Seventies-Hard Rock und doomigen Einflüssen untermauert, die nun deutlicher in den Vordergrund getreten sind. Schon auf dem Vorgänger `Oceans Into Their Graves` war auszumachen, wo die zukünftige Reise hingeht, aber mit dieser Direktheit auf dem neuen Album konnte man dann doch nicht rechnen. Ihr viertes Album ist ein ausgereiftes Werk, das Fans von MANILLA ROAD und Co. komplett befriedigen sollte. Gerade auch wegen der melodischen Gesangspassagen und den gut strukturierten Riffs.

(7,5 Punkte – Jürgen Tschamler)


SUDDEN INFANT – Buddhist Nihilism
2018 (Harbinger Soound/Cargo) – Stil: Noise Rock

Seit einem Vierteljahrhundert ist der Schweizer Jake Lanz aktiv und veröffentlicht mit seinem Industrial-Noise-Rock-Projekt SUDDEN INFANT ein weiteres Album.

Mittlerweile in Berlin residierend, ist SUDDEN INFANT mit Christian Weber und Alexandre Babel zu einem Trio angewachsen. Im (weniger) Industrial und (mehr) Noise Rock zeigt sich Punk, Experimental und Free-Jazz. Etwaige Vergleiche zu THE YOUNG GODS, EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN und FAITH NO MORE verbieten sich. Krach ist das passende Wort für die avantgardistischen Soundorgien. Ob Jake Lanz eine Genehmigung für den Missbrauch von Cat Stevens ´Maybe You´re Right´ eingeholt hat, bleibt als eine von vielen Fragezeichen am Ende offen.

(2 Punkte – Michael Haifl)


TRAPPED UNDER ICE VOL. 1 – The New Face Of Canadian Heavy Metal (Compilation)
2019 (Temple Of Mystery Records) – Stil: Heavy Metal

Kanadas Metal Szene ist aktuell äußerst produktiv. Kein Wunder, dass ein kleines Indie-Label auf die Idee kommt, hoffnungsvolle kanadische Newcomer auf dieser Compilation zu vereinen. Zehn Bands, zehn Songs unterschiedlichster Genres, da ist für jeden was dabei. Mit CAUCHEMAR, TRAVELER und METALIAN hat man drei bekanntere Bands auf dem Album, ansonsten neue Namen, frisches Futter für den Untergrund. Speedigen Metal gibt’s von TRAVELER, EMBLEM (stark!) und METALIAN. Mehr thrashiges kommt von BARROW WIGHT sowie BLACKRAT, wobei diese im Grenzbereich zum Black Metal agieren. Klassischer, aber wenig überzeugender Hard Rock kommt von FREEWAYS. OCCULT BURIAL erinnern an EXCITER. In Sachen Okkult und/oder Space Rock liefern SPELL. Allerdings nicht wirklich gut. Erwähnte CAUCHEMAR gehören mit `Comme un poignard` zu den interessantesten Beiträgen. Die Compi gibt einen guten Überblick über die aktuelle kanadische Szene und das zählt zu allererst einmal.

1. Traveler – Betrayer
2. Metalian – Streets of Fire
3. Cauchemar – Comme un poignard
4. Occult Burial – Fight for Survival
5. Starlight Ritual – Demons
6. Freeways – Heavy Rescue
7. Barrow Wight – Morgûl Blade
8. Spell – Silent Towers
9. Blackrat – From the Tideless Sea
10. Emblem – Fast Rocker

(ohne Wertung – Jürgen Tschamler )


ZOOANZOO – Neck Out
2018 (Beau Travail/Cargo Records) – Stil Trip Punk

Ein Produzent aus Harrisonburg, Virginia, namens Zoo Williams, oder einfach Zoo genannt, dachte sich wohl eines Tages, es müsse ein Ende mit Spitznamen und Abkürzungen haben und erfand nicht nur einen neuen Bandnamen ZOOANZOO, sondern auf seinem nach ausgefallenem Elektrosound tönenden Debüt ´Neck Out´ auch gleich ein neues Genre.

Rock´n´Roll gibt es schon, Zoo´n´Zoo noch nicht. Also schnappte sich Zoo die Akustikgitarre, blies die Bläser, ließ den Beat rumpeln und vermischte alles mit Electronica, aus Trip Hop und Post Punk mache ZOOANZOO, Experimental Noise Pop. BEACH BOYS meets MASSIVE ATTACK im Reich der Sinne. Gut so. Für Zoo.

(6,5 Punkte – Michael Haifl)


 

 


 

 

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Rutscht gut und rockt kraftvoll in 2019 hinein!

Euer Michael
und das gesamte Streetclip-Team

 

 


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