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A.C.T – Circus Pandemonium

2014 (Actworld) – Stil: Pomp-Prog-Rock


Die Schweden A.C.T. waren schon immer ein Fall für den Liebhaber außergewöhnlicher Musik. Dies ändert sich auch bei ihrem mittlerweile fünften Album nicht, dessen Story sich um einen wahnwitzigen Zirkus dreht. Gerade zu dieser Geschichte um einen Zirkus passt die kurz eingeflochtene Jahrmarkts- und Kirmesmusik, die sich gut in die theatralische und manches mal gar musicalhafte Darbietung einfügt.

Die Grundlage der Musik liegt, ähnlich wie die von PHANTOM´S OPERA – aus deren Sound-Weiterentwicklung sich später SYMPHONY X ergaben – im rockigen Bereich. Dazu ein Schuss QUEENesker Einfluss á la MOZART oder ROUGH SILK, also Chorgesänge in vielmals irrsinnigen Varianten und oftmals sogar Polyrhythmen sowie metallene Gitarren, so dass noch mehr als der Rockoper-Liebhaber, vielmehr der allzeit open-minded späte SAVATAGE Fan Gefallen finden kann.

Ein Wahnsinn zwischen pompösem Rock, Prog-Rock und etwas Metal. Den unfassbar großen Ideenreichtum schütten A.C.T. schon in den ersten Songs so unendlich reich aus, so dass selbstredend nicht alle Lieder dieses überirdische Niveau halten können.

(8 Punkte)

Wer das Album in sein Herz geschlossen hat, kann sich gleich an den nächsten Irrsinn ähnlich musikalischer Ausrichtung vorbereiten, an das gerade veröffentlichte neue Album der Australier TOEHIDER.